Was ist natureplus?

Der natureplus e.V. wurde 2001 ins Leben gerufen und bringt die Interessen von Fachleuten aus Baustoff-Industrie, Handel, Bauplanung und Bauwirtschaft mit Umwelt- und Verbraucherschützern, Gewerkschaftern sowie kritischen Wissenschaftlern aus ganz Europa zusammen. Ziel ist die Förderung des nachhaltigen Bauens und Wohnens.

Der Verein ist so strukturiert, dass die Interessen der wichtigsten Akteure des Bausektors auf paritätisch-demokratische Weise gebündelt werden. Das führt zu Entscheidungen, die von allen Interessensgruppen mitgetragen werden.

Seit 2018 ist natureplus e.V. die Anerkennung als gemeinnützige Institution des Verbraucherschutzes gelungen. Die Hauptaufgabe des Vereins besteht danach in der Information der Öffentlichkeit bezüglich Verbraucher- und Umweltschutz im Bauwesen. Der Verein definiert weiterhin die inhaltlichen Grundlagen und Kriterien des natureplus-Labels. Eine unabhängige Kriterienkommission gewährleistet die transparente, fachlich korrekte und Diskriminierungs-freie Festlegung der Anforderungen. Die betroffenen Hersteller und andere Interessensgruppen werden durch Anhörungen an der Erstellung der Vergaberichtlinien beteiligt.

Darüber hinaus mischt sich der natureplus-Verein in die wissenschaftliche und politische Diskussion ein und wirbt für die Akzeptanz und Förderung nachhaltiger Baumaterialien in ganz Europa. Hierbei stützt sich natureplus auf seine aktiven Mitglieder und zahlreiche Kooperationspartner.

Durch Publikationen relevanter Informationen und Bildungsveranstaltungen werden Architekten und Entscheider in der Bauwirtschaft, die öffentliche Hand sowie Verbraucher und Bauherren über nachhaltige Baumaterialien informiert.

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Gründung und Geschichte

Die Initiative zum natureplus-Qualitätszeichen ging vom deutschen Baustoff-Fachhandel aus. Der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB) und einige bedeutende Handelsbetriebe luden die führenden Prüfinstitute, die sich mit der Vergabe von Öko-Labeln im Bauwesen beschäftigen, zu einer gemeinsamen, europaweiten Initiative ein. Damit sollte vor allem die Beratungstätigkeit im Fachhandel weiter verbessert werden. Aus dieser Initiative entwickelte sich zunächst die ARGE ecoNcert, die aus folgenden Instituten bestand:

eco-Umweltinstitut, Köln

IBO Österreichisches Institut für Baubiologie und Ökologie, Wien

Institut für Umwelt und Gesundheit (IUG), Fulda

Bremer Umweltinstitut, Bremen

TÜV Süddeutschland (Industrie Service), München

Von Anfang an hatte die ARGE ecoNcert das Ziel, die gesellschaftliche Unterstützung für das Nachhaltige Bauen auf europäischer Ebene zu organisieren und möglichst viele Interessensgruppen aus den Bereichen Handel, Hersteller, Bauindustrie, Planer und Handwerk auf der einen Seite sowie den Umweltverbänden, Verbraucherorganisationen, Gewerkschaften, baubiologischen Beratungsstellen und umweltwissenschaftlichen Instituten auf der anderen Seite in einem Verband zu vereinigen. So wurde mit zahlreichen Verbänden und Organisationen aus vielen (west-) europäischen Ländern zunächst der ecoNcert e.V. gegründet, aus dem schließlich durch Umbenennung natureplus e.V. wurde. Am 20.04.2001 wurde der Internationale Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen – natureplus e.V. auf der Gründungsversammlung in Frankfurt/Main gegründet und ins Vereinsregister eingetragen. Im Juni 2002 wurden die ersten zertifizierten Produkte durch die damalige Schirmherrin von natureplus, die deutsche Bundesministerin für Verbraucherschutz Renate Künast, mit dem natureplus-Zertifikat ausgezeichnet.

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