10.07.2017 17:46

10 Jahre DGNB

Categoria: Mitglieder und Partner

Mitgliederversammlung und Jubiläumsfeier in Berlin spiegelten gestiegenen Einfluss wider.

V.l.n.r.: Prof. Alexander Rudolphi (DGNB Präsident), Dr. Christine Lemaitre (Geschäftsführender Vorstand DGNB e.V.), Dr. Barbara Hendricks (Bundesumweltministerin), Tai Lee Siang (Präsident World Green Building Council), Marcus Herget (Geschäftsführender Vorstand DGNB e.V.) | Copyright: DGNB

Am 28. Juni 2017 fand in Berlin die Jubiläumsfeier zum 10jährigen Bestehen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) statt. Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Tai Lee Siang, der Präsident des World Green Building Council, sprachen bei diesem Anlass der DGNB Lob und Anerkennung aus. Auch natureplus-Geschäftsführer Thomas Schmitz war zum Gratulieren gekommen.

DGNB Gebäudezertifizierung

In den letzten zehn Jahren hat die DGNB wesentlich dazu beigetragen, dass sich das nachhaltige Bauen sowohl in Deutschland als auch international zu einem zentralen Thema der Bau- und Immobilienwirtschaft gewandelt hat. Seit 2008 gibt es das DGNB-Zertifizierungssystem für nachhaltige Gebäude und Quartiere, das heute in über 20 Nutzungsprofilen angeboten wird. Als Planungs- und Optimierungstool hilft es Architekten, Bauherren und der Bauwirtschaft, frühzeitig die Weichen für mehr Nachhaltigkeit in ihren Projekten zu stellen. Dabei fußt das System auf einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis, das neben ökologischen auch ökonomische Faktoren mit einbezieht und in gleichem Maße soziokulturelle Kriterien berücksichtigt, die das Wohlbefinden der Menschen positiv beeinflussen können. In zahlreichen Expertengruppen, an denen z.T. auch natureplus beteiligt ist, wird dieses System ständig weiterentwickelt. So wurde unlängst der Standard zur verantwortlichen Ressourcengewinnung mit natureplus-Beteiligung neu gefasst.

Wachsende Bedeutung

Über 2.100 Auszeichnungen für Gebäude und Quartiere hat die DGNB inzwischen in mehr als 20 Ländern vergeben können. In Deutschland ist die DGNB unter den Anbietern von Zertifizierungssystemen für Gebäude damit klarer Marktführer, bei Quartieren sogar europaweit. Durch die Vernetzung mit dem Deutschen Bauministerium und dem dort entwickelten Schwestersystem BNB nimmt die DGNB auch Einfluss auf die Nachhaltigkeitsinitiativen des Bundes und zahlreicher Länderministerien. Im Rahmen der DGNB Akademie, der Fort- und Weiterbildungsplattform des Vereins, wurden bereits rund 3.000 Personen in 34 Ländern zu Experten für nachhaltiges Bauen qualifiziert. Zudem gibt es Kooperationen mit 45 Hochschulen weltweit. Getragen wird der Verein von rund 1.200 Mitgliedsorganisationen aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft. Im World Green Building Council, der internationalen Dachorganisation für nachhaltiges Bauen, ist die DGNB eines der stärksten und einflussreichsten Mitglieder.

Nachhaltigkeit ist das neue Normal

Dass die wachsende Bedeutung der DGNB, die sich auch in einem konsolidierten Umsatz der beteiligten Gesellschaften von rund 4,5 Mio. EUR pro Jahr niederschlägt, auch mit einem Zuwachs an Aufgaben einhergeht, zeigte sich auf der Mitgliederversammlung, die der Jubiläumsfeier voranging und unter dem informellen Motto stand „Nachhaltigkeit ist das neue Normal“. Denn unter dieses Vorzeichen packte der (anschließend im Amt bestätigte) DGNB-Präsident Prof. Alexander Rudolphi seinen Ausblick, in dem er schlankere, einfacher zu handhabende Tools in der Zertifizierungspraxis ankündigte, forderte, „auch das kleine Gewerk unter Nachhaltigkeitsaspekten“ zu betrachten, und großen Wert darauf legte, enger mit der Architektenzunft zusammenzuarbeiten. Die erstmalige Vergabe des „DGNB Diamanten“ für hohe Gestaltungsqualität ist dazu ebenso ein Schritt wie die Aufnahme der Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann, in den neuen DGNB-Vorstand. Nebenbei wurde mitgeteilt, dass die DGNB-Zertifizierung neuerdings über KfW-Programme und Landesprogramme in Baden-Württemberg gefördert werden kann.

Viele Aufgaben angepackt

Auch im Rechenschaftsbericht von Dr. Christine Lemaitre, geschäftsführendem Vorstand des DGNB e.V., wurde die Breite der anzupackenden Aufgaben deutlich: Von der Gremienarbeit u.a. zur Gestaltung der EU-Nachhaltigkeitsindikatoren und dem EU-Level(s)-Projekt, über die stärkere Beteiligung der Mitgliedsverbände und Experten in verschiedenen Veranstaltungsformaten, die Aufwertung und den Ausbau der Online-Datenbank Navigator bis hin zu zahlreichen neuen inhaltlichen Herausforderungen: So will die DGNB „den Mensch in den Mittelpunkt stellen“ und sich künftig verstärkt mit den Themen Kreislaufwirtschaft, Biodiversität, Low-Tech, gestalterische und baukulturelle Qualität und der Bau-Innovation beschäftigen, zu Letzterem wurde ein neuer Beirat ins Leben gerufen. In einer „Roadmap Bauprodukte“ will man sich verstärkt den Risikostoffen zuwenden, auch ein neues Modul für Innenräume soll sich dieser Thematik widmen. Zentraler Punkt der Mitgliederversammlung war die Vorstellung des neuen Kriterien-„System 2017“, das ab sofort zur Kommentierung offen ist. Für die rund 300 Teilnehmer dieser Doppelveranstaltung waren das eine Menge Neuigkeiten.


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